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Fotohifi RAW-Format / Teil 1 von 5 Fotohifi
 
 

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Was bedeutet das Raw-Format bei Digitalkameras?

"Raw" kommt aus dem Englischen und bedeutet "roh".

Bietet eine Digitalkamera die Möglichkeiten, Bilder im Raw-Modus zu speichern, so werden die Sensorinformationen grundsätzlich ohne jegliche Weiterverarbeitung im RAW-Format auf die Speicherkarte geschrieben.

Canon z.B. versieht die Raw-Dateien einiger Kameras mit der Dateiendung ".crw", Nikon vergibt die Endung ".nef".


Argumente für das Raw-Format

Belichtung

Die Aufnahmesensoren vieler aktueller Digitalkameras verarbeiten die Bildinformationen intern mit einer höheren Farbtiefe, als das kameraübliche Bildformat "Jpg" speichern kann. Beim Speichern als "Jpg-Datei" gehen also Information verloren.

Bei Aufnahmen, die nachkorrigiert werden, um Belichtungsfehler auszugleichen, verringert sich die Informationsmenge des Bildes nochmals.

Nicht nur bei kritischen Gegenlichtsituationen können aber genau diese Bildinformationen von Bedeutung sein.

 

Farbe

Der bei der Aufnahme eingestellte Weißabgleich entspricht nicht immer der tatsächlich herrschenden Farbtemperatur. Änderungen der Farben in Jpg-Dateien sind mit viel Aufwand verbunden und führen zum Verlust von Bildinformationen.

Bei Raw-Dateien wird die Farbtemperatur erst nachträglich bei der Weiterverarbeitung im Raw-Konverter am Computer ausgewählt oder gemessen.

 

Schärfe, Kontrast, Farbsättigung

Jegliche Voreinstellung dieser Parameter kann beim Fotografieren im Jpg-Format nur mit Verlusten nachträglich nochmal geändert werden.

Nachträglich sind in der Bildverarbeitung am Computer bessere und feiner abgestufte Änderungen möglich, als es die kamerainterne Software erlaubt.

 

Das digitale Negativ

Das Jpg-Format benutzt einen verlustbehafteten Komprimierungsalgorithmus, um die Dateigröße zu verringern. Mehrfaches Speichern im Jpg-Format verschlechtert die Bildergebnisse zunehmend.

Raw-Dateien können ohne besondere Kenntnisse und viel Aufwand bzw. mit den normalen Bildbearbeitungsprogrammen nicht geändert werden. Sie bieten eine gewisse Garantie dafür, die Aufnahmesituation unverändert zu zeigen.

Zukünftige Verbesserungen der "Entwicklungs"-Software können für ältere Bilder genutzt werden.

Pixelfehler der Kamera können aus Raw-Dateien nachträglich herausgerechnet werden.


Argumente gegen das Raw-Format

Das Speichern von Raw-Dateien erfordert mehr Speicherplatz als das Speichern im Jpg-Format.

Die Zeit zum Speichern verlängert sich aufgrund der Dateigröße in der Regel.

Raw-Dateien können mit den üblichen Bildbetrachtern normalerweise nicht geöffnet werden und es ist immer eine Nachbearbeitung erforderlich.

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