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Programme zur Raw-Bearbeitung Wenn die Digitalkamera ein Speichern der Bilder im Raw-Modus erlaubt, bietet die mitgelieferte Software grundsätzlich auch die Möglichkeit, Raw-Dateien am Computer zu "entwickeln". Viele weitere Bildbearbeitungsprogramme haben einen Raw-Konverter integriert. Zudem gibt es Programme, die sich nur auf die Entwicklung von Raw-Dateien spezialisiert haben. Ein zusätzliches Kriterium bei der Auswahl des Programmes sollte sein, dass das Programm die Weiterverarbeitung der Bilder in der höheren Farbtiefe Hierzu ein paar Zahlen: Die Farbtiefe des Jpg-Formates ist auf 8 Bit pro Farbe begrenzt. Das heißt, dass pro Farbe (Rot, Grün, Blau) 256 Helligkeitsstufen möglich sind. Die zur Zeit üblichen höherwertigen Digitalkameras haben eine Farbtiefe von 12 Bit pro Farbe, bieten also 4096 Helligkeitsstufen. Zur Weiterverarbeitung können sie in den 16 Bit - Modus umgewandelt werden (es gibt kein allgemein verwendetes 12 Bit-Dateiformat). Raw-Entwicklung ist nicht gleich Raw-Entwicklung Das Umrechnen der Sensorinformationen in ein RGB-Bild ist nicht ganz einfach, da die Sensorpixel der Kameras nur helligkeitsempfindlich sind und keine Farbe auswerten. Es wird also in der Kamera ein Farbfilter eingesetzt. Durch die Software wird mit Hilfe dieses Filters die richtige Farbe für jedes Pixel errechnet. Das machen die verschiedenen Programm oft unterschiedlich wodurch auch die Bildergebnisse von einander abweichen können. Auch die programmabhängigen Einstellungsmöglichkeiten für den Weissabgleich und der mögliche Einsatz von kameraspezifischen Farbprofilen beeinflussen das Ergebnis. Zur Praxis Jeder kann die Ergebnisse unterschiedlicher Programme leicht selbst überprüfen. Die meisten Bildbetrachtungsprogramme, die Raw-Dateien verarbeiten können, werden als "Tryout"-Version angeboten. Fotografieren Sie ein paar Bilder mit unterschiedlichen Belichtungssituationen und Motiven und speichern Sie diese im Raw-Format. Jetzt entwickeln Sie die Bilder mit den unterschiedlichen Programmen und vergleichen die Ergebnisse. Hilfreich hierfür ist, wenn der eingesetzte Computermonitor farbkalibriert ist und sie wissen, welche Farben die abgelichteten Motive im Original hatten. Der Unterschied zwischen den Programmen ist leicht an der voneinander abweichenden Wiedergabe der Hauttöne (Portraitaufnahmen) erkennbar. Meine Erfahrung Für die Tests habe ich mit einer Canon 300D fotografiert. Die Ergebnisse beurteilete ich an hochwertigen Röhrenmonitoren von Eizo und Sony, die mit Colorvisions "Spyder" farbkalibriert sind. Die farblich natürlichsten Ergebnisse erzielte ich ohne viel Dazutun mit der canoneigenen Software "FileViewerUtility" oder "EOS Viewer Utility", dem Programm "BreezeBrowser", welches die Canon-Routinen zur Raw-Entwicklung verwendet und mit Dcraw. Das soll hier kein absolutes Urteil für oder gegen ein Programm sein, zumal ich auch nur mit einem Kameramodel getestet habe. Mein Eindruck wird aber durch Aussagen vieler Nutzer der einschlägigen Digitalkameraforen bestätigt. Wenn es nicht auf beste Farbtreue ankommt, können andere Programme durchaus zu besseren Ergebnissen führen. Zumal weitere Faktoren für oder gegen ein bestimmtes Programm sprechen können, wie zum Beispiel
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